Technik « PC-SPEZIALIST Delmenhorst

Beiträge getaggt ‘Technik’

Alltag eines Servicetechnikers: Notebook Reparatur bei defektem Gerät

29.07.2010

Bei steigenden Absatzzahlen im Notebooksegment steigen der Logik folgend auch die Anzahl der Reparaturen. Dieses ist gut für uns. Da wir schon frühzeitig mit Reparaturen von Notebooks oder Laptops begonnen haben, bekommen wir auch nahezu jedes Gerät wieder in Stand gesetzt.

Dieser Fall ist nun aber ein bischen anders.
Wir erhielten ein Asus Notebook K50IN zur Reparatur. Für alle die sich das Gerät nicht vorstellen können, hier ein Bild. Ein schönes Dual-Core Notebook mit NVidia G102M Grafikkarte.

Unsere Annahme von PCs oder Notebooks erfolgt nach einem immer gleichen Schema. Unter anderem wird abgefragt was zuletzt am Gerät gemacht wurde, womit man beschäftigt war, ob Flüssigkeiten irgendwo Kontakt hatte, ob viel Staub in der Umgebung ist, etc.pp. Wir versuchen bei der Annahme möglichst viel Informationen über die Nutzung des Notebooks zu erhalten. Damit fällt es unserer Servicetechnik dann viel leichter eine fundierte Diagnose zu stellen, bzw. den angegebenen Fehler zu reproduzieren.

Die Fehlerbeschreibung, welche wir erhielten, lautete:
Nach dem Spielen wurde das Notebook heruntergefahren.Bei ausgeschaltetem Bildschirm wurde das Gerät dann in die Notebooktasche gelegt. Am nächsten Morgen wurde das Gerät wieder aus der Tasche genommen und
festgestellt, dass das Notebook nicht mehr startet.

Das Notebook ist ja nun nicht unbedingt ein Altes. Fehler können können in allen elektronischen Bauteilen auftreten, bei einem recht aktuellen Gerät ist dieses dann aber schon ärgerlich.

Was wir dann fanden war nicht mehr alltäglich:

Ok, dieses Bild des Notebooks ist noch recht normal. Weiter zu Bild zwei.

Neben Notebooks und PCs verkaufen und reparieren wir ja auch Zubehör. Daher ist uns der Begriff einer ergonomisch geformten Tastatur nicht fremd, aber diese sieht doch leicht anders aus.

Unter Anwendung thermischer Energie wurden hier die Tasten verformt. Dieses betrifft nicht nur die hier sichtbaren Tasten, sondern alle mit Ausnahme des separaten Ziffernblockes.
Basierend auf der erhaltenen Fehlerbeschreibung muss hier reinste Magie am Werk gewesen sein. Hier halte ich einfach mal zu Grunde, dass in einem Notebook nur an begrenzten Stellen deutliche thermische Aktivitäten stattfinden. Diese Stellen sind zumeist mit einem ausreichend großen Kühlkörper versehen. Dieser ist im Regelfall mit einem Lüfter gekoppelt, welcher die Wärme abtransportiert.

Aber wir werden sehen. Noch ist unsere Diagnose nicht abgeschlossen und in der Fortsetzung werdet ihr erfahren, was uns im Inneren des Notebooks erwartet.

Kaspersky: Der Schutz, der zu gut schützt

25.06.2010

Kunden mit Sicherheitsbewusstsein liebe ich. Ein grundsätzliches Verständnis für Computer und deren Sicherheit schadet mit Sicherheit nie.

Die folgende E-Mail war dann aber schon etwas verwirrend:

… heute morgen erschien wieder Kaspersky mit der Fehlermeldung ” Malware wurde nicht gefunden”.

Ich bitte um Rückruf! Vielen Dank!

Nachdem dem Kunden erklärt wurde, dass dieses eine positive, gute Rückmeldung des Systems ist, war alles wieder gut. Nicht jede Informationsmeldung ist auch eine Fehlermeldung. :-)

Neue WordPress Version ist da. Jetzt Version 3.0

18.06.2010

Ab gestern steht die neue WordPress Version 3.0, Thelonious, zur Verfügung.

Natürlich mussten wir diese ebenfalls gleich testen.

Fazit: Der Computer lebt noch und wenn dieser Beitrag erscheint funktioniert auch unser Blog nach wie vor.

Die relevanten Eckdaten zur neuen Version gibt es natürlich hier.

Computer selber zusammenbauen

27.02.2010

Den fertigen PC von der Stange, der dann auch noch seine persönlichen Wünsche zu 100% erfüllt, den gibt es nicht.

Daher gibt es bei uns für erdenklichen Fall und Geldbeutel den günstigen persönlichen Wunsch PC.

Dieses ist nicht, wie fälschlicherweise häufig angenommen, nur für Spezialisten und Freaks der richtige Weg. Auch Computerlaien sind gut beraten, sich Ihren PC bauen zu lassen.

Wichtig ist schon bei der Planung die angedachte Verwendung im hinterkopf zu behalten. Die wichtigsten Komponenten sind zugleich auch die Komponenten, die in jedem PC vorhanden sind. Dieses sind Gehäuse, Netzteil, Hauptplatine, (auch Mainboard oder Motherboard genannt), Prozessor,(CPU), Arbeitsspeicher, optisches Laufwerk und Festplatte. Bei Bedarf kommt hier noch eine separate Grafikkarte hinzu.

Mit diesen Grundkomponenten lässt sich erstmal für jeden ein Basissystem erstellen und nach den persönlichen Kundenwünschen und Anwendungsgebieten günstig erweitern. Was sich in der Theorie einfach anhört, ist in unserem täglichen Alltag manchmal gar nicht so einfach. Denn: Alle hier beschriebenen Computerbauteile gibt es in zig unterschiedlichen Varianten und Variationen. Hier ist auf der einen Seite natürlich zuerst wieder der geplante Einsatzzweck des Computers zu beachten. Ein Computer für das Schreibbüro benötigt mit Sicherheit keine hochleistungs Spielegrafikkarte vom Schlage einer AMD Radeon 5970. Auf der anderen Seite gibt es inzwischen so viele Bauteile und Komponenten, dass es auch passiert, dass manche Komponenten nicht miteinander harmonieren, obwohl sie dieses laut Spezifikation sollten.

Für diese Vorauswahl ist unser Wissen als Spezialist unerlässlich.

Wichtig für ein ruhiges System ist ein gutes Gehäuse. Dieses fungiert als Resonanzkörper der verbauten Komponenten. Wer hier spart, wird später eine zu hohe Lautstärke nur mit viel Mühe und Aufwand wieder beseitigen können. Natürlich kommt grade bei etwas ambitionierterer Anwendung dem Prozessor eine zentrale Bedeutung zu. Dieser erbringt ja schließlich die Kernleistung des Systems. Für ein Bürosystem genügt hier sicherlich ein günstiger Prozessor, da alle derzeit aktuelle Prozessoren dieser Aufgabe gut gewachsen sind. Wichtig ist hier gleich an die passende Auswahl für Hauptplatine und Arbeitsspeicher zu denken, da diese Komponenten direkt miteinander verbunden sind.

Momentan befinden wir uns in der glücklichen Lage, dass bei der Auswahl von Festplatte und optischen Laufwerken nahezu keine Fehler gemacht werden können. Hier werden auf allen Hauptplatinen die jetzt günstigen SATA Laufwerke unterstützt und eingesetzt. Auf vielen Hauptplatinen ist auch noch Platz für zumindest ein “altes” IDE Laufwerk. Was die Größe anbelangt, stehen viele auf dem Standpunkt: “Klotzen statt kleckern!”. Dieses ist unserer Meinung nach nicht immer richtig. Werden auf dem PC nur ein paar Briefe geschrieben und ein paar E-Mails abgerufen, dann lohnt es sich einfach nicht eine 500GB oder 1TB Festplatte zu kaufen. Hier tut es auch eine  Festplatte mit 160GB bis 320GB Kapazität. Natürlich sind die größeren im Verhältniss viel günstiger, aber auch nur ein paar Euro auszugeben für eine Leistung, welche nie genutzt wird, ist unsinnig.

Der nächste zentrale Punkt ist die Grafikkarte. Hier hört man häufig, dass man eine Grafikkarte mit der Schnittstelle PCI-Express und aktuellem Chipsatz benötigt. Am besten noch die Möglichkeit später auf eine zweite aufzurüsten. Dieses ist mit Aussnahme der Spieler und ein paar spezieller Anwendungen, wie z.B. beim Online-Broker völliger Quatsch. Heutige Hauptplatinen haben häufig schon eine Grafikkarte integriert, welche für normale Leistung mehr als ausreichend ist. Wie schon geschrieben gelten für Spieler andere Prämissen, diese kommen dann nicht so günstig davon.

Als optisches Laufwerk ist trotz aller Bemühungen der Hersteller immer noch das DVD-Laufwerk der Renner. Als Alternative bietet sich hier jedoch ein Bluray Laufwerk an. Dieses ist allerdings auch nur empfehlenswert, wenn man mit dem Gerät spielt, oder Spielfilme ansehen möchte. Zur privaten Sicherung größerer Datenmengen wäre es dementsprechend der Blueray-Brenner der hier weiterhilft.

Zu guter Letzt muss natürlich noch die Auswahl des Betriebssytems getroffen werden. Denn dieses ist natürlich ebenso individuell wie der Wunsch PC. Hier haben unsere Kunden die Auswahl über die verschiedenen Windows Varianten wie Windows 7, Windows Vista, ja es gibt Kunden welche explizit Windows Vista wünschen und Windows XP. Sollte hier noch ein Windows 95 oder Windows for Workgroups installiert werden sollen, so müssen wir dieses wissen, dann haben wir auch hierfür eine günstige Lösung. Dieses ist ein der Tat letztes Jahr passiert.

Als Alternative stehen natürlich auch die verschiedenen Linux Derivate zur Verfügung. Hier ist der Freiheit kaum eine Grenze gesetzt, so dass man hier auch die freie Auswahl genießen kann.

Ein abschließend wichtiger Punkt ist der Bau, bzw. der Zusammenbau der Komponenten. Dieses erledigen wir gerne für Sie und ist Bestandteil unserer Wunsch PCs. Natürlich haben Sie jederzeit die Möglichkeit Ihren PC noch etwas günstiger zu bekommen, indem sie ihn selber zusammenbauen. Allerdings gibt es einen wichtigen Unterschied: Bauen wir Ihren PC, dann übernehmen wir auch die komplette Gewährleitung dafür. Bauen sie ihn selbst, dann können wir diese natürlich nicht komplett übernehmen.

Google ist (nicht) allmächtig..

27.01.2010

Grade aus der Technik:

Ab und zu kommt es vor, dass hier Gehäuse der besonderen Art aufschlagen. Sei es ein Eingebau, ein Systemgehäuse eines großen Fertigers, oder einfach auch nur ein Gehäuse welches schon so alt ist, dass die meisten, allen voran die Generation Y es einfach nicht kennen.

Was macht also der pfiffige Mitarbeiter bevor er sich entschließt, dass nur noch die Flex weiterhilft?

Genau, er googelt benutzt eine Suchemaschine.

Später…….

Noch später ………….

Viel Später…………..

Das Gehäuse war immer noch zu und bei den Treffern und Suchanfragen besagter Suchschiene stand immer noch nichts brauchbares.

Fazit Web 2.0 und weitere gescheitert, wir wenden uns wieder der Kommunikation 1.0 zu: –> Weißt du wie das Ding aufgeht?

–> “Klack”, offen.

Mitarbeiter: Wie?

Chef: Hinten an dem Gehäuse ist die Buchstabenkombination “Push” eingeprägt, daneben ist eine Einlassung und wenn man dann  noch da drückt, dann passiert was?

Genau! Der Sesam öffnet sich.

Odyssee der Telekommunikation mit der Telekom – Tag 6

8.11.2009

Hier die Fortsetzung von Tag 5.

Nachdem mir nun am Vortag ein “neuer”  neuer Termin mitgeteilt wurde, glaubte ich sowieso nicht mehr daran. Aber um alle Unwägbarkeiten auszuschliessen, begab ich mich am morgen zu unserem Kunden und wartete dort auf den Techniker. Der Ansprechpartner aus dem Backoffice meinte ja gestern, dass der erste Termin meiner sei und da der zuständige Techniker Spätdienst habe, sei der erste Termin zwischen 10:00 und 12:00 Uhr. Diese Zeitangaben finde ich immer wieder spannend.

Es wurde also 10:00 Uhr, 10:15 Uhr, 10:30, 10:45, ohne dass ein Techniker in Sicht oder am Telefon war. Um 10:58 dachte ich mir, ruf doch mal die Telekom an, ob dem armen Menschen evtl. etwas passiert sei. Bis ich mich dann wieder durch die Abfrageplätze gekämpft hatte, war es inzwischen 11:08 Uhr. Wenigstens sind die Rufnummern kostenlos. Aber auf meinen Einzelverbindungsnachweis dieser Aktion bin ich schon gespannt.

So erfuhr ich dann, dass der Techniker grade sein Frühstück beendet hat den Auftrag um 10:57 Uhr übernommen hat und jetzt dabei ist. Super, jetzt wissen wir schon mal, dass es den Menschen tatsächlich gibt. Dieser rief mich dann auch tatsächlich eine halbe Stunde später an und wollte sicher gehen, dass ich auch da bin, ich erklärte ihm, dass ich dieses Objekt bis zu seinem Eintreffen nicht verlassen werden.

Er kam und teilte mir als erstes mit, dass in der Vermittlungsstelle alle Ports, diese Anschlüsse betreffend ausgetauscht worden seien und kein Fehler feststellbar ist.

Ganz großes Kino. Wir haben einen Fehler und der Netzbetreiber behauptet mehrfach, dass kein Fehler vorliege. Weil aber kein Fehler vorliegt und feststellbar ist, werden teure Hardwareelemente getauscht. Schon klar.

Also mit dem inzwischen existenten Menschen in den Keller gegangen und die Leitungen und Anschlüsse von hier aus gemessen, wie bereits zuvor von uns durchgeführt.

Ergebnis: Kein Fehler feststellbar. Das verwundert dann auch nicht mehr, nachdem die halbe Vermittlungsstelle getauscht wurde.

Aber sechs Tage zur Behebung eines präzise definierten Fehlers an einem gewerblich genutzten Anschluss ist schon spannend.

Das Einzige was bleibt, ist die Frage: “Wie erkläre ich meinem Auftraggeber die insgesamt zehn Stunden, die mit notwendiger, aber unproduktiver Warterei vor Ort vergeudet wurden?

Odyssee der Telekommunikation mit der Telekom – Tag 5

7.11.2009

Hier die Fortsetzung von Tag 4.

Der Tag beginnt voller Hoffnung auf den Telekomtechniker.

Der Termin vom Vortag wurde auf heute zwischen 16:00 und 18:00 Uhr gelegt. Mit diesen Informationen beginnt man doch gerne und frohen Mutes seinen Arbeitsalltag.

Der Tag lief super, bis mein Telefon am späten Mittag klingelte und eine automatische Ansage dran war.

:: “Guten Tag, hier ist ihre Deutsche Telekom, unser Techniker war in der Vermittlungsstelle und hat dort einen Fehler behoben, wir teilen Ihnen mit, dass jetzt wieder alles in Ordnung ist und bitte die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen”.

Kreuz verdammich! Ich fasse es nicht! Der zensiert, zensiert, zensiert, zensiert, Techniker sollte a) mich anrufen und das in Person und b) vor Ort beim Kunden erscheinen.

Naja, ab und zu fällt man ja zurück in seine infantile Phase und glaubt an das Gute. Dementsprechend ist das passiert, ich packte meine Sachen zusammen und fuhr zu unserem Kunden.

Hier überprüfte ich den Fehler und stellte fest: Genau! Es hat sich nichts geändert!

Da bei unserem Kunden auch Publikumsverkehr herrscht, nahm ich mir mein Telefon und telefonierte vom Auto aus mit der Telekom. Der Erbauer der Scheiben sei an dieser Stelle ausdrücklich lobend erwähnt. Der Schallschutz der Scheiben ist unglaublich.

Aussage des Backoffices: Der Techniker kommt um 16:00 Uhr. Na denn. Da ich kein Verlangen hatte Stunden unproduktiv in der Weltgeschichte zu stehen, fuhr ich wieder meines Weges und versuchte zwischen der ganzen Geschichte auch mal Geld zu verdienen.

Wenn es läuft, dann läuft es. Auf dem Weg zurück zu unserem Kunden stand ich in einem Gespräch mit hiesigen Ordnungshütern vertieft, als mein Telefon klingelte. Leider war es mir ob der Situation nicht ganz schnell möglich das Gespräch anzunehmen, aber dafür gibt es ja frei nach Uli Stein eine Mehlbox.

Inhalt der Nachricht: Hier Telekomiker, Telekomtechniker, ich habe mehrfach versucht Sie zu erreichen, leider ist mir das weder am Objekt noch auf dieser Nummer gelungen. Ich habe am Objekt jede Störung beseitigt, aber auf wundersame Weise ist diese wieder da. Bitte rufen Sie mich noch einmal zurück.

Lieber Techniker: Wir haben es jetzt exakt 33 Minuten vor unserem vereinbarten Termin. Man möge es mir nachsehen, dass ich noch andere Dinge zu tun habe und nicht den ganzen Tag auf der Lauer liegen kann.

Genau: Wenn es stimmt, dass er das Problem gelöst hat, dann ist genau dieses unser Problem. Leider geben diese Techniker nicht ihre Telefonnummern raus, was den Wunsch eines Rückrufes nur ein wenig verkompliziert. Aber egal, von der Hotlinenummer träume ich schon nachts.

Die, zugegebenermaßen, immer noch nette Dame am anderen Ende versuchte während meines Anrufes den rückrufhörigen Techniker zu erreichen, leider erreichte sie auch nur dessen Anrufbeantworter. Hier hinterließ sie die Nachricht, dass ich mich jetzt am Objekt befinde und er dort zügigst auftauchen möge.

Die nächsten zwei Stunden verbrachte ich wo? Genau bei unserem Kunden.

Und wie? Genau, ohne den Telekomtechniker.

So allmählich vergeht mir der Spass an der Sache entgültig, aber so wie ich mich von Tag zu Tag weiter in den Eskalationsstufen hochtelefoniere, habe ich in ca. einer bis zwei Wochen gute Chancen mit dem Vorstand des Konzerns zu sprechen. Vorher habe ich allerdings eine Portierung an einen alternativen Anbieter in die Wege geleitet.

Ach ja, auf Grund des Schichtdienstes und der Nichterreichbarkeit des Technikers, (Telefon ausgestellt, denn soviel Funklöcher gibt es bei uns nicht mehr und Termine hatte er für heute auch keine mehr), haben wir morgen einen erneuten Termin.



Odyssee der Telekommunikation mit der Telekom – Tag 4

6.11.2009

Hier die Fortsetzung von Tag 3.

Es ist 07:00 Uhr und man sitzt am frühen morgen im Büro und wartet auf den Anruf der Telekom. Es soll ja auch schon vorgekommen sein, dass die Jungs zu früh dran sind, also warten.

Da für den Anruf der Telekom früher als sonst aus ihrer Nachtruhe geholt wurde, konnten so noch ein paar Kunden glücklich gemacht werden, die wohl auf gut Glück zu früher Stunde angerufen hatten. Und wo ich eh schon da war und das Telefon abnehmen durfte, machte ich das gleich mit.

Nun, wie konnte es anders sein, es wurde 10:00 und niemand der großen Firma mit dem magentafarbenen “T” meldete sich. Meine Begeisterung erreichte neue Höhen. Als nächstes beim Kunden angerufen, ob sich der Techniker irrtümlich bei ihm gemeldet hätte. Aber das war ebenfalls nicht der Fall.

Man gut, dass man irgendwann die Rufnummern im Kopf hat. Genau betrachtet eigentlich traurig…..

Eine gute Stunde später endlich der Anruf, nein der Anruf des Kunden.

Kunde: Der Telekomtechniker hat grade angerufen.

Wir: Super, warum hat der XXXXX nicht wie besprochen bei mir angerufen, und ist er jetzt da?

Kunde: Nein, ich habe ihn erstmal nicht kommen lassen.

Wir: WAS?????

Kunde: Naja, der hat gesagt, dass das Geld kostet.

Wir: Das ist der Standardspruch der Jungs, wahrscheinlich hat er genaugenommen in etwas gelautet: Wenn wir kommen und feststellen, das der Fehler nicht auf Seite der Telekom liegt, dann kostet es Geld.

Kunde: Ja kann auch sein, aber auf jeden Fall hat er gesagt, dass er die Leitung gemessen hat und das alles in Ordnung ist.

Wir: Schön, haben Sie schon einmal Ihren Anschluss vom Handy aus angerufe?

Kunde: Ja habe ich.

Wir: Und?

Kunde: Es geht nicht.

Wir: Eben, darum sollte der kommen. Das noch Leitungen von A nach B gehen wissen wir und mehr hat der im Moment nicht geprüft.

Kunde: Aber er hat nicht abgesagt, ich habe gesagt, dass ich mit Ihnen Rücksprache halte und er sich dann noch einmal bei mir meldet.

Wir: Wir kümmern uns drum, ohne viel Hoffnung, sagen Sie uns bitte sofort Bescheid, wenn er sich das zweite Mal meldet.

Der Techniker hat sich natürlich kein zweites Mal gemeldet. Aber wir hatten inzwischen nahezu den vierten Tag mit dieser ominösen Leitung verdaddelt und meine Geduld neigt sich nun ganz allmählich dem Ende entgegen.

Aber man sieht sich immer zweimal im Leben und da wir noch nicht ganz lange in diesem Bereich tätig sind, erst so seit ca. 15 Jahren, viel mir jemand ein, der ein hochproffesionelles ISDN-Prüfequipment hat. Dieser wurde schnell kontaktiert und stellte mir dieses dankenswerter Weise auch unkompliziert zur Verfügung.

Also auf ein Neues wieder zum Kunden gefahren. Gemessen, geprüft und protokolliert. Ergebnis: Die komplette Bandbreite an Fehlern, Layerfehler, Dienstefehler und was es sonst noch so gibt.

Ergebnis: Wieder die allseits beliebte Nummer angerufen und denen das Ergebnis um die Ohren gehauen. Und dabei auch noch Glück gehabt. Der Mitarbeiter des Konzerns erkannte schnell, dass er hier nicht mit Schema “F” weiterkommt und wollte mich an die passende Stelle durchstellen, leider ohne Erfolg.

Daraufhin versprach er mir einen Rückruf am nächsten Tag. (Ich lass mich überraschen)

Der nächste Tag:

Ja, auf Grund der der Kürze füge ich diesen gleich hier mit ein. Das Ergebnis war, dass die Jungs heute keinen Termin mehr rein bekommen, meine gemeldeten Fehler aber nachvollziehbar sind und am nächsten Tag um um 16:00 Uhr einen erneuten Termin vereinbaren.

Super, es geht doch.

Fortsetzung folgt.

Odyssee der Telekommunikation mit der Telekom – Tag 3

5.11.2009

Hier die Fortsetzung von Tag 2.

Erneuter Anruf des Kunden.

Aussage sei man von extern nicht über Mobilfunk zu erreichen.

Kreuz vermaledeit. Das kann doch nicht wahr sein. Das haben wir gleich, Handy gezückt und die Nummer gewählt. Ergo: Es klingelt!

Wie jetzt, nicht zu erreichen??? Man schwor Stein und Bein, dass es am Morgen nicht funktioniert hat. Zugegebenermaßen wir ich ja kurz davor mir eine dieser rollenden Wohnungen aus unserem Nachbarland zu besorgen und dort bei unserem Kunden zu kampieren und Wache zu schieben.

Kurz darauf bekam ich einen Anruf eines weiteren Kunden, der wusste, das wir dort tätig sind und bestätigte mir exakt die gemachte Aussage. Also Telekom angerufen und a) Anschluss prüfen lassen und b) evtl. Filter prüfen lassen.

Aussage = Alles in bester Ordnung. Wieder mit Mobiltelefon angerufen, es klingelt und der Kunde ist am Telefon. Ich sagte, dass müssen Unterhosenwichtel sein, bei mir funktioniert es schon den ganzen Tag. Antwort des Kunden: Dann war es wohl nur heute am Morgen.

Denkste! Eine Stunde später, man ahnt es schon, das gleiche Verhalten. Wir haben wieder die Telekom angerufen und die Lage geschildert. Der nette Mensch der Hotline bat uns in seinem Beisein dort anzurufen. Ergebniss = es klingelt. Da wurde uns die Geschichte zu bunt und wir haben mit verschiedenen Telefonen noch einmal angerufen.

Ergebniss = Der eine kam durch, der Andere nicht. Aber nicht, dass jetzt ein paar Schlauberger meinen, dass die Geschichte an dem verwendeten Mobilfunknetz liegen würde, mitnichten.

Daraufhin sah sich der Telekom Mensch veranlasst doch noch einmal genauer zu prüfen und siehe da, nun lautete die Auskunft im Vergleich zum Vortag nicht mehr alles in Ordnung, sondern: Ein Anschluss ist völlig tot und der andere lebt auch nur noch halb.

Na endlich, das ist doch mal eine Aussage. Somit Techniker bestellt, und vorsorglich im Haus die NTBAs getauscht. Die Dinger, die da lagen hatten eine verblüffende Ähnlichkeit mit diversen Vorserienmodellen. Jedoch brachte dieser Tausch keine Besserung.

Dementsprechend warten auf den nächsten Tag und den Techniker. Vereinbarter Termin: 8:00

Odyssee der Telekommunikation mit der Telekom – Tag 2

4.11.2009

Hier nun die Fortsetzung von Tag 1.

Kunde rief an, dass jetzt keine Faxe funktionieren. Leider war kein Zugang zu dem Standort der Hausverteilung möglich.

Das gestrige Faxgerät wechselte über Nacht das Gewand und schrumpfte in ein Anderes. Nachdem ich verlautbart hatte, dass ich ohne Zugriff auf die Hausverteilung nichts tun kann, vereinbarte man, dass man mich ruft, sobald der Raum zugänglich ist.

Drei Stunden später:

Auf dem Zentraltelefon leuchten diverse nicht existente Leitungen und es funktioniert kein Fax.

Herkunft des Adventskranzes auf dem Telefon? Die Telefonanlage. Wo es am Tag zuvor noch bestens funktionierte verabschiedete sich über Nacht eine komplette analoge Baugruppe in das Nirvana. Dort telefoniert jetzt wahrscheinlich Herr Cobain analog.

Also die betroffenen Anschlüsse umgeklemmt, Gott sei Dank sind ja noch ein paar frei, Konfiguration überprüft und durch den Kunden abnehmen lassen.

Sehr merkwürdig das Ganze, aber wie war das mit den Pferden und Apotheken…..



Anfahrt  |  Datenschutz  |  Sitemap  |  Impressum