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SYNAXON hat zu einem Höhenflug angesetzt und geht in die Wolken…

28.03.2010

Nein, nein, nicht was manch einer vielleicht denken mag ist  der Fall. Die SYNAXON AG setzt voll auf Cloud Computing.

Am 21. März veröffentlichte die SYNAXON die Aufschaltung auf Google Enterprise Apps. Zunächst wurde dieser Dienst durch den Vorstand und Early Adaptor Frank Roebers getestet und für gut befunden.

Natürlich stellte sich daraufhin auch gleich die Frage nach der Datensicherheit durch das als Datenkrake verschriehene Unternehmen Google.

Ist es nun den Teufel mit dem Belzebub austreiben, oder ist es die Lösung? Als langjähriger Partner der SYNAXON können wir Roebers Ausführungen bzgl. Lotus Notes in allen Punkten bestätigen. Nicht ohne Grund und Notwendigkeit haben wir selbst vor einigen Jahren von Lotus Notes auf Zarafa als eine Open Groupware und letzten Endes dann auf Microsoft Exchange gewechselt. Alles erschien und erscheint uns besser als Lotus Notes. Die Exchange-Lösung ist meiner Meinung nach aber auch nicht der Weisheits letzer Schluss. Grade heute wo mehr und mehr flexibel gearbeitet wird und Standort unabhängige Zugriffe notwendig sind, stellen sich die vielen Vorteile von Cloud Computing heraus.

Technisch ist es heute problemslos möglich von nahezu überall aus Zugriff auf seine E-Mails, Adressen, Gruppenkalender und Aufgaben zuzugreifen. Nur ist das Prozedere auch komfortabel?

Natürlich steht Google immer in vorderster Front der Schusslinie der Datenschützer. Einen Teil davon verbuche ich einfach mal als daily businesss, Neid muss man sich erarbeiten. Immerhin ist Google eines der erfolgreichsten Unternehmen seiner Zunft mit extrem steiler Wachstums- und Erfolgskurve.

Ich bin absoluter Gegner aller externen Datenauslagerungen. Aber man darf bei all der Hysterie auch nicht vergessen, dass Daten im Unternehmen nur durch diesen Standort nicht automatisch sicher gelagert sind. Sicherlich ist dieses bei uns anders, dafür prüfen wir auch mehrmals im Jahr sowohl die externe als auch die interne Sicherheit. In den meisten Unternehmen ist dieses allerdings nicht der Fall.

Auch auf diese Punkte geht Roebers meiner Meinung nach prägnant ein. Google Apps ist SAS 70 Type II zertifiziert. Bleibt die Frage nach dem Standort der ausgelagerten Daten. Auch hier verweist Roebers auf das Safe-Harbor Programm. Nur weil die AMIs generell einen laxeren Datenschutz haben als der “alte Kontinent”, so heißt es ja nicht, dass dieses für alle per Definition gilt. Ohne dieses Abkommen wäre ein vertretbarer globaler Handel auch kaum möglich. Ferner verweist Roebers zu recht darauf, dass bis heute kein einziger Fall bekannt geworden ist, wo derartige Konten bei Google kompromittiert worden wären.

Alles in allem ist ein Konzern, wie Google, besser als jeder andere in Lage eben genau diese Daten zu schützen. Alleine die Leistung von Googles Servern und Rechenzentren dürfte zur Zeit ungeschlagen sein. Wahrscheinlich herrscht eher eine große Angst davor, dass Google selbst die Daten missbrauchen könnte, als davor dass die Daten weiteren zugänglich gemacht werden.

Nur; Wie heißt es so schön; “Beiße nicht die Hand die dich füttert.”

Google verdient sein Geld mit Werbung und daraus resultierend Daten. Nur wenn Google selbst absolut integer mit Kundendaten umgeht wird dieses Geschäftsmodell weiter funktionieren. In dem Moment wo Google einen Zugriff auf eben diese sensiblen Daten zulassen würde, schriebe Google erneut Geschichte. Von Platz sieben der wertvollsten Marken der Welt zur Bedeutungslosigkeit. Das gesamte Konstrukt Google hätte mit einer solchen Aktion keinerlei Boden mehr unter den Füßen. Allein von dieser Tatsache her werden sie alles tun, um eben diese Daten zu schützen.

Wir werden auf jeden Fall die Erfahrungen der SYNAXON hier im Auge behalten und die Nutzung selber prüfen.



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