Alltag eines Servicetechnikers « PC-SPEZIALIST Delmenhorst

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Des Schusters schlechte Schuhe und was Windows 7 damit zu tun hat.

6.03.2010

Seit ein paar Tagen ist hier ein Drama bei einem unserer Technik PCs.

So bleibt die Kiste laut Auskunft sporadisch stehen. Dann startet sie neu und es geht eine gewisse Zeit lang gut.

Zugegebener Maßen ist dieses grade bei Entwicklungstätigkeiten, wo man sich konzentrieren muss mehr als lästig. Also was passiert?

Genau: Der Holzhammer hilft immer. Es wurde analysiert, gemessen, getestet, gedroht, verglichen, testiert, beschworen, geflucht und was nicht noch alles.

Um es kurz zu mache: All das half nicht. Irgendwann ist dann ein schlauer Mitarbeiter auf die Idee gekommen, das dahinter eine Regelmäßigkeit stecken könnte.

Und?

Genau, exakt alle zwei Stunden fährt der PC stumpf herunter. Ein Schelm wer Böses dabei zu erkennen glaubt. Dieses Phänomen dürften in diese Tagen einige Computerbenutzer haben.

Was war passiert? Ein Arbeits PC ging defekt und es wurde kurzerhand ein freier Test-PC für die Übergangszeit genutzt. Dieser war aber sowieso besser als der Alte und wieder alles neu installieren? Dann bleibt man doch lieber bei dem Jetzigen.Zumal der ja schon über Windows 7 verfügte.

Und der geneigte Leser wird es jetzt spätestens wissen. Auf dem PC war noch die Windows 7 RC Version installiert. Genau diese verweigert jetzt natürlich den Dienst und möchte in eine offizielle Vollversion gewandelt werden. Damit der Sache noch etwas Nachdruck verliehen wird, hat man in Redmond beschlossen, dass der PC fortan alle zwei Stunden neu startet. Wahrscheinlich kalkuliert man dann noch stumpf auf einen Defekt am Dateisystem.

Eine weniger dezente Warnung, als die Evaluierungsphase läuft in Null Stunden ab, wäre nicht schlecht gewesen. Hat man mit soviel unterschiedlichen PCs zu tun, wie wir, nimmt man dieses irgendwann nicht mehr war.

So blieb die Geschichte ohne nennenswerte Folgen. Als Microsoft Partner sind wir von Haus aus ordentlich lizensiert. Die Windows 7 Installation war fix erledigt, der Zeitpunkt günstig und der PC gleich noch aufgerüstet.

Was will man mehr?

Telefone SNOM M9 neu eingetroffen und…..

26.02.2010

gleich wieder auf die Reise gegangen.

Soeben sind für unseren VoIP Ausbau und angeschlossener Asterisk Anlage die letzten mobilen Telefone des Herstellers SNOM eingetroffen.

Nach den Geräten der Serie M3 waren dieses jetzt die grade erschienenen Modelle M9. Dieses Kapitel fällt zur Zeit unter das Risiko des early adaptors.

Geräte angeschlossen und die Mobilteile meldeten sich automatisch an. Dieses Feature ist super gelungen. Dann war es aber mit der Herrlichkeit vorbei.

Was war passiert?

Die vergebene IP-Adresse passte nicht in unsere Netzwerkstruktur und wurde dementsprechend per Hand geändert. Dazu wurde dummerweise die IP Adresse in der SNOM Basis händisch geändert. Besser wäre es gewesen, die Adresse mittels unserem DHCP-Server vorzugeben. Aber da dieses zur Zeit noch als Test fungiert hatten wir uns entschlossen, die Eintstellung im gerät selber vorzunehmen.

Fazit: Nie, nie, nie machen.

Dieses hat zur Folge, das die SNOM M9 danach funktionslos sind. Die Netzwerkschnittstelle lässt sich nicht mehr ansprechen, ein Zurückstellen auf DHCP funktioniert nicht mehr. Änderungen über die Mobilteile werden schlicht nicht mehr angenommen oder übertragen.

Leider hat es die Firma SNOM versäumt, eine Rückstellung auf Werkseinstellungen außerhalb des Webinterfaces vorzusehen. An dieses kommt man nun nicht mehr heran. Hier verbirgt sich aber die einzige Möglichkeit das Gerät zu reaktivieren.

Fazit: Ein großer Haufen Elektronik-Kernschrott.

Ergo: Heute zurück zum Lieferanten und um Austausch gebeten. Geheilt sind wir dadurch ja noch nicht und machen es nächste Woche anders.

Google ist (nicht) allmächtig..

27.01.2010

Grade aus der Technik:

Ab und zu kommt es vor, dass hier Gehäuse der besonderen Art aufschlagen. Sei es ein Eingebau, ein Systemgehäuse eines großen Fertigers, oder einfach auch nur ein Gehäuse welches schon so alt ist, dass die meisten, allen voran die Generation Y es einfach nicht kennen.

Was macht also der pfiffige Mitarbeiter bevor er sich entschließt, dass nur noch die Flex weiterhilft?

Genau, er googelt benutzt eine Suchemaschine.

Später…….

Noch später ………….

Viel Später…………..

Das Gehäuse war immer noch zu und bei den Treffern und Suchanfragen besagter Suchschiene stand immer noch nichts brauchbares.

Fazit Web 2.0 und weitere gescheitert, wir wenden uns wieder der Kommunikation 1.0 zu: –> Weißt du wie das Ding aufgeht?

–> “Klack”, offen.

Mitarbeiter: Wie?

Chef: Hinten an dem Gehäuse ist die Buchstabenkombination “Push” eingeprägt, daneben ist eine Einlassung und wenn man dann  noch da drückt, dann passiert was?

Genau! Der Sesam öffnet sich.

PC-SPEZIALIST informiert: Darum prüfe wer sich ewig bindet……

20.12.2009

Neben der Konfiguration und Verkauf von Computern liegt einer unserer Schwerpunkte auch in der Reparatur von PCs und natürlich Notebooks.

Durch unsere langjährige Erfahrung wickeln wir zur Zeit ca. 90% aller Reparaturfälle bei uns im Haus ab.  Was im Bereich von PCs schon lange zum guten Ton und zum Basisgeschäft gehört, ist bei Notebooks oder Laptops noch nicht ganz alltäglich. Dieses liegt vor allen Dingen an dem nur wenig normierten Design und an der Beschaffung der benötigten Ersatzteile und Komponenten. Diese in den von uns benötigten kleinen Stückzahlen zu bekommen, ist je nach Hersteller ab und zu mit einer gewissen Herausforderung behaftet. Umso erfreulicher ist es, wenn man einen Lieferanten findet, welcher mit einem großem Portfolio wirbt. Dieser Eindruck war sogar so gut, dass wir uns haben hinreissen lassen, bei diesem Lieferanten noch eine teure Schulung zu besuchen.

Eine gewisse Zeit lief dieses sogar recht gut, doch dann wurde es immer schleppender, Bestellungen dauerten länger, Zusagen hielten nicht. Dieses ist nicht nur für uns, sondern besonders natürlich für unsere Kunden mehr als ärgerlich. Gott sei Dank kann man dieses dem Kunden ab und zu plausibel erklären. Nun haben wir einen Kunden, dessen Leidensweg ich hier einmal exemplarisch darstellen werden. Dieser Kunde war zugleich auch der letzte Kunde, für den wir Waren von diesem Lieferanten bezogen haben. Inzwischen haben wir für unsere Kunden, z.T. direkt über die Hersteller eine wesentlich bessere, schnellere und zuverlässige Beschaffungsmöglichkeit gefunden. Daher sind wir von nun an wieder in der Lage die Reparaturen an Notebooks, Netbooks, Laptops und sonstigen Computern in noch schnellerer Zeit durchzuführen. Aber zurück zum Kern, wenn die Vorlieferanten nicht mitspielen, dann ist auch der beste Händler nicht in der Lage daran großartig etwas zu tun. Zumindest nicht in dem Moment. Und deswegen haben wir uns entschlossen, hier einmal die zeitliche Abfolge darzustellen:

24.03. 16:08     Angebot eines HP Mainboards

24.03. 16:11     Bestellung des Mainboards und Anfrage der Lieferzeit

27.03. 08:37     Auftragsbestätigung erhalten jedoch ohne Angabe der Lieferzeit

31.03. 16:26     Erneute Nachfrage nach der Lieferzeit

01.04. 14:11     Mitteilung das voraussichtlich in KW16(13.04.-17.04.) geliefert werden soll, falls nicht werden wir informiert

07.04. – Es wurde ein Mainboard geliefert, aufgrund falscher Verpackung wurde dieses jedoch auf dem Paket Weg zerstört.

08.04. – Mainboard wird durch UPS abgeholt, neues MB soll laut LIEFERANT bereits bestellt sein

08.04. – Lieferzeit für zweites Ersatzboard angefragt

16.04. – Lieferzeit für zweites Ersatzboard ist laut LIEFERANT KW18(27.4.09-3.5.09)

27.04. – Zweites Ersatzmainboard ist laut Email versandt worden

28.04. – Zweites Ersatzmainboard ist angekommen und wurde beim Kunden erfolgreich verbaut

18.05. – Kunde bringt sein Notebook wieder, da erneut selber Fehler(kein Bildsignal)

22.05. – Email an LIEFERANT das das zweite Ersatzmainboard defekt ist

22.05. – Email von LIEFERANT das ein neues Mainboard bestellt wurde und mit ca. 7-8 Werktagen Lieferzeit gerechnet wird (Zitat:„vorbehaltlich dem Eintreffen des defekten Boards“)

02.06. – Nachfrage ob das neue Board schon eingetroffen ist

03.06. – Laut LIEFERANT liegt das neue bereit  und es wird nur der Erhalt des alten abgewartet

04.06. – Drittes Ersatzmainboard ist angekommen und wurde erfolgreich verbaut

05.06. – Dem Kunden wurde sein Gerät wieder ausgeliefert

26.10. – Der Kunde bringt sein Gerät erneut vorbei wieder treten die selben Fehler auf(kein Bild)

28.10. – LIEFERANT wird mitgeteilt das das dritte Mainboard defekt ist und es wird um eine Lösung gebeten

28.10. – Mitteilung seitens LIEFERANT das das Mainboard zu erst bei Lieferant sein muss um diese bei Ihrem Lieferanten zwecks Austausch zu reklamieren

29.10. – Paket mit dem dritten defekten Mainboard wird zu LIEFERANT geschickt

30.10. – Paket wird bei LIEFERANT angenommen laut Sendungsbericht

03.11. – Nachfrage bei LIEFERANT was und wann mit dem Ersatzmainboard ist

04.11. – Antwort von LIEFERANT das dieses gerade in Klärung ist und das wir am selben Tag Info bekommen

05.11. – Erneute Nachfrage bei LIEFERANT nach dem Stand der Dinge

05.11. – Antwort von LIEFERANT „warten auf die RMA vom Lieferanten, sobald ich was habe informiere ich Sie“

13.11. – Email von UPS das ein Paket von LIEFERANT unterwegs ist

16.11. – Paket mit dem vierten Ersatzmainboard kommt an

16.11. – Mainboard wird bei uns verbaut fällt jedoch schon beim ersten Wareneingang negativ durch optische Eindrücke auf

16.11. – Mainboard wurde testweise eingebaut und initialisiert nicht = selber Fehler wie vorher

Das Makabere ist unter vielen anderen Dingen an dieser Geschichte, dass der Lieferant genaue und exakte Angaben macht, wie etwas zu verpacken ist. Sobald diese Kriterien nicht mehr eintreffen, wird die Ware schlicht nicht angenommen. Da fällt einem zu dem zerstörten Paket nichts mehr ein, außer vielleicht, dass der Lieferant seine eigenen Regeln beherzigen sollte.

Aber wir schon oben geschrieben hat die Geschichte auch etwas Gutes: Wir haben neue hervoragende Herstellerkontakte und sind jetzt in der Lage Ihre Computer und Notebooks noch besser und schneller reparieren zu können.


PC-SPEZIALIST Dienstleistung und Service vom Profi

30.11.2009

Eines vorneweg: Wir sind nicht perfekt und auch wir machen Fehler. Dieses passiert leider an jeder Stelle an der Menschen arbeiten.

Und ja, früher als PCs noch Luxusgüter waren, war alles besser. :-) Da gab es in unser Branche noch nahezu überall Anstand und vernünftige Leistung und Qualität.

Heute: Heute ist jeder der des Lesens und Schreibens einigermaßen mächtig ist, in der Lage sich auf dem Amt eine Gewerbeanmeldung zu besorgen und “in IT” zu machen. Wir tragen nicht umsonst den Namen PC_SPEZIALIST. Wir haben ausschließlich ausgebildetes Personal mit ständig erneuerter und erweiterter Zertifizierung beschäftigt.  Da ist auch logisch, dass wir immer mal wieder mit den Angeboten von irgendwelchen 5-Euro Schraubern konfrontiert werden. Aber wie das im Leben nun mal so ist, Qualität kostet Geld und der andere “schlaue” Spruch lautet: “Wer billig kauft, kauft zweimal”.

Inzwischen ist es so, dass die “Geiz ist geil” Mentalität langsam wieder zurückgeht. Jeder Wirtschaftswissenschaftler wird es begrüssen. (weiterlesen…)

Odyssee der Telekommunikation mit der Telekom – Tag 6

8.11.2009

Hier die Fortsetzung von Tag 5.

Nachdem mir nun am Vortag ein “neuer”  neuer Termin mitgeteilt wurde, glaubte ich sowieso nicht mehr daran. Aber um alle Unwägbarkeiten auszuschliessen, begab ich mich am morgen zu unserem Kunden und wartete dort auf den Techniker. Der Ansprechpartner aus dem Backoffice meinte ja gestern, dass der erste Termin meiner sei und da der zuständige Techniker Spätdienst habe, sei der erste Termin zwischen 10:00 und 12:00 Uhr. Diese Zeitangaben finde ich immer wieder spannend.

Es wurde also 10:00 Uhr, 10:15 Uhr, 10:30, 10:45, ohne dass ein Techniker in Sicht oder am Telefon war. Um 10:58 dachte ich mir, ruf doch mal die Telekom an, ob dem armen Menschen evtl. etwas passiert sei. Bis ich mich dann wieder durch die Abfrageplätze gekämpft hatte, war es inzwischen 11:08 Uhr. Wenigstens sind die Rufnummern kostenlos. Aber auf meinen Einzelverbindungsnachweis dieser Aktion bin ich schon gespannt.

So erfuhr ich dann, dass der Techniker grade sein Frühstück beendet hat den Auftrag um 10:57 Uhr übernommen hat und jetzt dabei ist. Super, jetzt wissen wir schon mal, dass es den Menschen tatsächlich gibt. Dieser rief mich dann auch tatsächlich eine halbe Stunde später an und wollte sicher gehen, dass ich auch da bin, ich erklärte ihm, dass ich dieses Objekt bis zu seinem Eintreffen nicht verlassen werden.

Er kam und teilte mir als erstes mit, dass in der Vermittlungsstelle alle Ports, diese Anschlüsse betreffend ausgetauscht worden seien und kein Fehler feststellbar ist.

Ganz großes Kino. Wir haben einen Fehler und der Netzbetreiber behauptet mehrfach, dass kein Fehler vorliege. Weil aber kein Fehler vorliegt und feststellbar ist, werden teure Hardwareelemente getauscht. Schon klar.

Also mit dem inzwischen existenten Menschen in den Keller gegangen und die Leitungen und Anschlüsse von hier aus gemessen, wie bereits zuvor von uns durchgeführt.

Ergebnis: Kein Fehler feststellbar. Das verwundert dann auch nicht mehr, nachdem die halbe Vermittlungsstelle getauscht wurde.

Aber sechs Tage zur Behebung eines präzise definierten Fehlers an einem gewerblich genutzten Anschluss ist schon spannend.

Das Einzige was bleibt, ist die Frage: “Wie erkläre ich meinem Auftraggeber die insgesamt zehn Stunden, die mit notwendiger, aber unproduktiver Warterei vor Ort vergeudet wurden?

Odyssee der Telekommunikation mit der Telekom – Tag 5

7.11.2009

Hier die Fortsetzung von Tag 4.

Der Tag beginnt voller Hoffnung auf den Telekomtechniker.

Der Termin vom Vortag wurde auf heute zwischen 16:00 und 18:00 Uhr gelegt. Mit diesen Informationen beginnt man doch gerne und frohen Mutes seinen Arbeitsalltag.

Der Tag lief super, bis mein Telefon am späten Mittag klingelte und eine automatische Ansage dran war.

:: “Guten Tag, hier ist ihre Deutsche Telekom, unser Techniker war in der Vermittlungsstelle und hat dort einen Fehler behoben, wir teilen Ihnen mit, dass jetzt wieder alles in Ordnung ist und bitte die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen”.

Kreuz verdammich! Ich fasse es nicht! Der zensiert, zensiert, zensiert, zensiert, Techniker sollte a) mich anrufen und das in Person und b) vor Ort beim Kunden erscheinen.

Naja, ab und zu fällt man ja zurück in seine infantile Phase und glaubt an das Gute. Dementsprechend ist das passiert, ich packte meine Sachen zusammen und fuhr zu unserem Kunden.

Hier überprüfte ich den Fehler und stellte fest: Genau! Es hat sich nichts geändert!

Da bei unserem Kunden auch Publikumsverkehr herrscht, nahm ich mir mein Telefon und telefonierte vom Auto aus mit der Telekom. Der Erbauer der Scheiben sei an dieser Stelle ausdrücklich lobend erwähnt. Der Schallschutz der Scheiben ist unglaublich.

Aussage des Backoffices: Der Techniker kommt um 16:00 Uhr. Na denn. Da ich kein Verlangen hatte Stunden unproduktiv in der Weltgeschichte zu stehen, fuhr ich wieder meines Weges und versuchte zwischen der ganzen Geschichte auch mal Geld zu verdienen.

Wenn es läuft, dann läuft es. Auf dem Weg zurück zu unserem Kunden stand ich in einem Gespräch mit hiesigen Ordnungshütern vertieft, als mein Telefon klingelte. Leider war es mir ob der Situation nicht ganz schnell möglich das Gespräch anzunehmen, aber dafür gibt es ja frei nach Uli Stein eine Mehlbox.

Inhalt der Nachricht: Hier Telekomiker, Telekomtechniker, ich habe mehrfach versucht Sie zu erreichen, leider ist mir das weder am Objekt noch auf dieser Nummer gelungen. Ich habe am Objekt jede Störung beseitigt, aber auf wundersame Weise ist diese wieder da. Bitte rufen Sie mich noch einmal zurück.

Lieber Techniker: Wir haben es jetzt exakt 33 Minuten vor unserem vereinbarten Termin. Man möge es mir nachsehen, dass ich noch andere Dinge zu tun habe und nicht den ganzen Tag auf der Lauer liegen kann.

Genau: Wenn es stimmt, dass er das Problem gelöst hat, dann ist genau dieses unser Problem. Leider geben diese Techniker nicht ihre Telefonnummern raus, was den Wunsch eines Rückrufes nur ein wenig verkompliziert. Aber egal, von der Hotlinenummer träume ich schon nachts.

Die, zugegebenermaßen, immer noch nette Dame am anderen Ende versuchte während meines Anrufes den rückrufhörigen Techniker zu erreichen, leider erreichte sie auch nur dessen Anrufbeantworter. Hier hinterließ sie die Nachricht, dass ich mich jetzt am Objekt befinde und er dort zügigst auftauchen möge.

Die nächsten zwei Stunden verbrachte ich wo? Genau bei unserem Kunden.

Und wie? Genau, ohne den Telekomtechniker.

So allmählich vergeht mir der Spass an der Sache entgültig, aber so wie ich mich von Tag zu Tag weiter in den Eskalationsstufen hochtelefoniere, habe ich in ca. einer bis zwei Wochen gute Chancen mit dem Vorstand des Konzerns zu sprechen. Vorher habe ich allerdings eine Portierung an einen alternativen Anbieter in die Wege geleitet.

Ach ja, auf Grund des Schichtdienstes und der Nichterreichbarkeit des Technikers, (Telefon ausgestellt, denn soviel Funklöcher gibt es bei uns nicht mehr und Termine hatte er für heute auch keine mehr), haben wir morgen einen erneuten Termin.



Odyssee der Telekommunikation mit der Telekom – Tag 4

6.11.2009

Hier die Fortsetzung von Tag 3.

Es ist 07:00 Uhr und man sitzt am frühen morgen im Büro und wartet auf den Anruf der Telekom. Es soll ja auch schon vorgekommen sein, dass die Jungs zu früh dran sind, also warten.

Da für den Anruf der Telekom früher als sonst aus ihrer Nachtruhe geholt wurde, konnten so noch ein paar Kunden glücklich gemacht werden, die wohl auf gut Glück zu früher Stunde angerufen hatten. Und wo ich eh schon da war und das Telefon abnehmen durfte, machte ich das gleich mit.

Nun, wie konnte es anders sein, es wurde 10:00 und niemand der großen Firma mit dem magentafarbenen “T” meldete sich. Meine Begeisterung erreichte neue Höhen. Als nächstes beim Kunden angerufen, ob sich der Techniker irrtümlich bei ihm gemeldet hätte. Aber das war ebenfalls nicht der Fall.

Man gut, dass man irgendwann die Rufnummern im Kopf hat. Genau betrachtet eigentlich traurig…..

Eine gute Stunde später endlich der Anruf, nein der Anruf des Kunden.

Kunde: Der Telekomtechniker hat grade angerufen.

Wir: Super, warum hat der XXXXX nicht wie besprochen bei mir angerufen, und ist er jetzt da?

Kunde: Nein, ich habe ihn erstmal nicht kommen lassen.

Wir: WAS?????

Kunde: Naja, der hat gesagt, dass das Geld kostet.

Wir: Das ist der Standardspruch der Jungs, wahrscheinlich hat er genaugenommen in etwas gelautet: Wenn wir kommen und feststellen, das der Fehler nicht auf Seite der Telekom liegt, dann kostet es Geld.

Kunde: Ja kann auch sein, aber auf jeden Fall hat er gesagt, dass er die Leitung gemessen hat und das alles in Ordnung ist.

Wir: Schön, haben Sie schon einmal Ihren Anschluss vom Handy aus angerufe?

Kunde: Ja habe ich.

Wir: Und?

Kunde: Es geht nicht.

Wir: Eben, darum sollte der kommen. Das noch Leitungen von A nach B gehen wissen wir und mehr hat der im Moment nicht geprüft.

Kunde: Aber er hat nicht abgesagt, ich habe gesagt, dass ich mit Ihnen Rücksprache halte und er sich dann noch einmal bei mir meldet.

Wir: Wir kümmern uns drum, ohne viel Hoffnung, sagen Sie uns bitte sofort Bescheid, wenn er sich das zweite Mal meldet.

Der Techniker hat sich natürlich kein zweites Mal gemeldet. Aber wir hatten inzwischen nahezu den vierten Tag mit dieser ominösen Leitung verdaddelt und meine Geduld neigt sich nun ganz allmählich dem Ende entgegen.

Aber man sieht sich immer zweimal im Leben und da wir noch nicht ganz lange in diesem Bereich tätig sind, erst so seit ca. 15 Jahren, viel mir jemand ein, der ein hochproffesionelles ISDN-Prüfequipment hat. Dieser wurde schnell kontaktiert und stellte mir dieses dankenswerter Weise auch unkompliziert zur Verfügung.

Also auf ein Neues wieder zum Kunden gefahren. Gemessen, geprüft und protokolliert. Ergebnis: Die komplette Bandbreite an Fehlern, Layerfehler, Dienstefehler und was es sonst noch so gibt.

Ergebnis: Wieder die allseits beliebte Nummer angerufen und denen das Ergebnis um die Ohren gehauen. Und dabei auch noch Glück gehabt. Der Mitarbeiter des Konzerns erkannte schnell, dass er hier nicht mit Schema “F” weiterkommt und wollte mich an die passende Stelle durchstellen, leider ohne Erfolg.

Daraufhin versprach er mir einen Rückruf am nächsten Tag. (Ich lass mich überraschen)

Der nächste Tag:

Ja, auf Grund der der Kürze füge ich diesen gleich hier mit ein. Das Ergebnis war, dass die Jungs heute keinen Termin mehr rein bekommen, meine gemeldeten Fehler aber nachvollziehbar sind und am nächsten Tag um um 16:00 Uhr einen erneuten Termin vereinbaren.

Super, es geht doch.

Fortsetzung folgt.

Odyssee der Telekommunikation mit der Telekom – Tag 3

5.11.2009

Hier die Fortsetzung von Tag 2.

Erneuter Anruf des Kunden.

Aussage sei man von extern nicht über Mobilfunk zu erreichen.

Kreuz vermaledeit. Das kann doch nicht wahr sein. Das haben wir gleich, Handy gezückt und die Nummer gewählt. Ergo: Es klingelt!

Wie jetzt, nicht zu erreichen??? Man schwor Stein und Bein, dass es am Morgen nicht funktioniert hat. Zugegebenermaßen wir ich ja kurz davor mir eine dieser rollenden Wohnungen aus unserem Nachbarland zu besorgen und dort bei unserem Kunden zu kampieren und Wache zu schieben.

Kurz darauf bekam ich einen Anruf eines weiteren Kunden, der wusste, das wir dort tätig sind und bestätigte mir exakt die gemachte Aussage. Also Telekom angerufen und a) Anschluss prüfen lassen und b) evtl. Filter prüfen lassen.

Aussage = Alles in bester Ordnung. Wieder mit Mobiltelefon angerufen, es klingelt und der Kunde ist am Telefon. Ich sagte, dass müssen Unterhosenwichtel sein, bei mir funktioniert es schon den ganzen Tag. Antwort des Kunden: Dann war es wohl nur heute am Morgen.

Denkste! Eine Stunde später, man ahnt es schon, das gleiche Verhalten. Wir haben wieder die Telekom angerufen und die Lage geschildert. Der nette Mensch der Hotline bat uns in seinem Beisein dort anzurufen. Ergebniss = es klingelt. Da wurde uns die Geschichte zu bunt und wir haben mit verschiedenen Telefonen noch einmal angerufen.

Ergebniss = Der eine kam durch, der Andere nicht. Aber nicht, dass jetzt ein paar Schlauberger meinen, dass die Geschichte an dem verwendeten Mobilfunknetz liegen würde, mitnichten.

Daraufhin sah sich der Telekom Mensch veranlasst doch noch einmal genauer zu prüfen und siehe da, nun lautete die Auskunft im Vergleich zum Vortag nicht mehr alles in Ordnung, sondern: Ein Anschluss ist völlig tot und der andere lebt auch nur noch halb.

Na endlich, das ist doch mal eine Aussage. Somit Techniker bestellt, und vorsorglich im Haus die NTBAs getauscht. Die Dinger, die da lagen hatten eine verblüffende Ähnlichkeit mit diversen Vorserienmodellen. Jedoch brachte dieser Tausch keine Besserung.

Dementsprechend warten auf den nächsten Tag und den Techniker. Vereinbarter Termin: 8:00

Odyssee der Telekommunikation mit der Telekom – Tag 2

4.11.2009

Hier nun die Fortsetzung von Tag 1.

Kunde rief an, dass jetzt keine Faxe funktionieren. Leider war kein Zugang zu dem Standort der Hausverteilung möglich.

Das gestrige Faxgerät wechselte über Nacht das Gewand und schrumpfte in ein Anderes. Nachdem ich verlautbart hatte, dass ich ohne Zugriff auf die Hausverteilung nichts tun kann, vereinbarte man, dass man mich ruft, sobald der Raum zugänglich ist.

Drei Stunden später:

Auf dem Zentraltelefon leuchten diverse nicht existente Leitungen und es funktioniert kein Fax.

Herkunft des Adventskranzes auf dem Telefon? Die Telefonanlage. Wo es am Tag zuvor noch bestens funktionierte verabschiedete sich über Nacht eine komplette analoge Baugruppe in das Nirvana. Dort telefoniert jetzt wahrscheinlich Herr Cobain analog.

Also die betroffenen Anschlüsse umgeklemmt, Gott sei Dank sind ja noch ein paar frei, Konfiguration überprüft und durch den Kunden abnehmen lassen.

Sehr merkwürdig das Ganze, aber wie war das mit den Pferden und Apotheken…..



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