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Archiv für ‘Alltag eines Servicetechnikers’

Nichts ist ärgerlicher als Unpünktlichkeit…

27.08.2010

besonders wenn Vorlieferanten Terminzusagen machen und öffentlich bewerben und sie dann mehrfach nicht halten.

Heutzutage funktioniert das Geschäft eigentlich schon lange just-in-time. Einige wenige Vorlieferanten haben sich hier deutlich hervorgetan und bieten ein sehr großes Bestellzeitfenster und dazu noch Expressanlieferung. Da müsste es schon mit Teufel zugehen und eine ordentliche Ladung TNT im Weg sein, wenn Ware zu spät käme.

Nur schlägt leider einer dieser zur Zeit aus der Art. Bestellt man bei diesen nun “kurz vor knapp”, so mag man auch trotz des gebrochenen Versprechens evtl. noch Verständnis dafür haben, dass die Lieferung mal nicht am nächsten Tag bis 12:00 Uhr bei uns ist. Überall wo gearbeitet wird passieren auch Fehler oder werden Mitarbeiter krank. Aber wenn man quasi mit “Luft bis zum Abwinken” bestellt und die Bestellung sogar noch bestätigt wird, dann erwarte ich auch pünktliche Lieferung.

Leider müssen wir bei einem unserer TOP-Lieferanten seit Wochen schlechter werdende Lieferqualität feststellen. Dieses ist umso ärgerlicher, da wir ja eben auf Grund dieser Lieferzusagen bei diesem bestellen. Diese Daten geben wir dann ja auch an unsere Kunden weiter.

Nur dann sind wir die Dummen, die die Aussage getätigt haben. Diese Lieferuntreue finde ich neben dem Aspekt, dass sie uns sehr viel Geld kostet, über alle Maßen Schade.

Im Zuge unseres Bemühens der Kundenzufriedenheit müssen wir hier wohl dringend nach einer Alternative schauen.

PS: Ich bin ja mal gespannt was heute ankommt. Es ist fast wie Weihnachten….

24 Stunden Support? – gibt es heute noch Ratschlag ……

25.08.2010

bei Einrichtung des neu erworbenen Servers?

Was mag sich hinter dieser Frage verbergen?

So dachte ich zumindest. Es soll ja noch Menschen geben, die dem Irrglauben unterlegen sind, man macht nen PC Shop auf, legt die Füße auf den Tisch und wird reich. Bei genauerer Betrachtung hat es eher etwas mit der Definition Selbständig = selbst und ständig zu tun. Die Buchhaltung will schließlich auch gemacht und der nächste Tag vorbereitet sein. So passiert es schon mal, dass nicht um 19:00 Feierabend ist und man länger arbeitet.

Kurz vor 21:00 Uhr klingelte mich dann ein Telefon aus meiner Konzentration. Rufnummernübermittlung ist etwas Feines und ich beschloss an Hand der Nummer, dass der Anrufer sich nur verwählt haben könne. Schließlich kam der Anruf mitten aus Deutschland. Dieses ist um die Uhrzeit eher ungewöhnlich und so beschloss ich, dass dieser sich wohl verwählt hätte.  Ein paar Minuten später, die Konzentration war eh dahin und ich beschloss, etwas zu essen könne auch nicht schaden, erhielt ich eine E-Mail mit dem Betreff: “24 Stunden Support? – Gibt es heute noch Ratschlag bei Einrichtung des neu erworbenen Servers…?”

Der Absender war mir gänzlich unbekannt, den benannten Server haben wir nicht verkauft aber die angegebene Telefonnummer war identisch mit dem Anruf zuvor. Merkwürdige Dinge passieren hier. Also habe ich den Kunden per E-Mail gefragt, wie ich ihm denn helfen könne. Interessanterweise schrieb dieser die E-Mail an unsere allgemeine Adresse und hier ist der Name unserer Stadt Delmenhorst Hauptbestandteil. Ein Irrläufer, sowie falscher Anruf konnte somit nahezu ausgeschlossen werden.

Nun, der Kunde hatte das Problem, dass er verzweifelt versuchte zu später Stunde einen 2003 Server zu installieren. Dieses schlug jedoch immer wieder mit einem “Bluescreen” fehl. OK, Problem verstanden, aber was bringt einen Kunden, mit dem wir in keiner Verbindung standen dazu “mitten in der Nacht” bei einem fremden, hunderte Kilometer entfernten Unternehmen anzurufen?

Hier wurde die Geschichte dann richtig spannend. Der Kunde hatte vor Kurzem das Problem, dass sein alter Server einfach nicht mehr wollte, fand dann zur schnellen Lösung in der Bucht ein Pendant seines Servers und sicherte seine Daten. Da dieser aber keine Basis mehr für einen sicheren Geschäftsbetrieb sein konnte entschloss er sich einen Neuen zu erwerben. Sein angestammter EDV-Betreuer glänzte durch dauerhafte Abwesenheit und so machte er sich auf die Suche nach Alternativen. Glücklicherweise hat eben dieser Kunde noch eine Dependance in der größten bavarischen Stadt Minga, den Preußen besser bekannt als München. Diese wurde von jeher schon von PC-SPEZIALIST zur vollsten Zufriedenheit betreut. Also wurde eben hier auch der neue Server bestellt und in die Rheinmetropole versandt.

Und wie es im Bereich der EDV so oft passiert, wenn man “mal eben schnell” etwas tun will, so passierte es auch hier. Der neue Server kam am Nachmittag an und man begab sich an die Installation des Betriebssystems. In diesem Fall Microsoft Windows Server 2003. Dieses funktionierte jedoch nicht so, wie man es sich vorstellte und schnell waren ein paar Stunden um. Da hatten wir es schon nach 20 Uhr und jeder Computerfachhandel hatte schon geschlossen.

Hier erblickte ich zum ersten Mal die auswärtige Telefonnummer auf meinem Telefon. Diese war mir unbekannt und ob der Uhrzeit entschied ich, dass der Anrufer sich wohl verwählt habe. Zur Not bleibt ja immer noch der Anrufbeantworter. Kurze Zeit später erhielt ich die E-Mail mit dem oben angeführten Betreff.

Nachdem der Kunde per Mail sein Problem geschildert hatte, bot ich ihm an, uns doch noch einmal anzurufen. Natürlich interessierte mich in erster Linie wie um alles in der Welt der Kunde nach Delmenhorst gekommen war. Auch hier war die Antwort wieder nahe liegend. Auf der Suche nach einer Hilfe oder Hotline für Terra Wortmann Server kam er auf uns. Durch unser offeriertes Angebot eines Notdienstes und 24-Stunden Service, dachte er sich folgende Gleichung: Server gekauft bei PC-SPEZIALIST, der Server ist von Wortmann. Bei meinem PC-SPEZIALIST Partner geht niemand mehr ans Telefon, bei Terra Wortmann ebenfalls nicht. Also wird der Computerfachhandel, der sowohl Terra Wortmann führt, als auch PC-SPEZIALIST ist, den Service für Wortmann übernehmen.

Ich hatte bei dieser doch leicht abgefahrenen Geschichte beschlossen, dass mein telefonischer Gegenüber schon ziemlich verzweifelt sein muss, um aus dem Ruhrgebiet bei uns in Delmenhorst anzurufen und beschloss, sofern es denn möglich ist, ihm unkompliziert zu helfen.

Jeder der so etwas schon einmal versucht hat, wird nachvollziehen können, dass das eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit ist. Zumindest habe ich derartige Dinge unserer Service Werkstatt prinzipiell untersagt. Der Server steht mehrere hundert Kilometer entfernt, man sieht nichts und hat keinen direkten Zugriff auf das Gerät. Als einziger Erfüllungsgehilfe steht einem jemand zur Seite, den man nicht kennt. Im übrigen wurde mir dann auch eröffnet, dass ansonsten nur Apple Geräte zum Einsatz kommen.

Das Problem an sich war dann relativ simpel. Hauptursächlich lag das Problem in der Installation auf einem RAID Laufwerk. Nach Installation der Treiber verabschiedete sich der Server kurze Zeit später, fröhlich winkend, mit einem schönen blauen Bildschirm. Zunächst hatte ich die falschen Serverunterlagen zur Hand. Das in meinen Unterlagen spezifizierte Mainboard war leider nicht verbaut. Nach einer durchaus langen Wartezeit auf den Server des Mainboardherstellers, hier hätte ich jedes Bit zählen oder trinken können, hatte ich dann auch das richtige Handbuch zur Hand.

Von nun an war es quasi nur noch eine Formsache. Schritt für Schritt die Einstellungen kontrollieren, das eingerichtete RAID überprüfen und dem Kunden genau mitteilen, welchen Treiber er installieren soll. Und siehe da, der Server fing an das zu tun, was er schon vor Stunden hätte tun sollen. Zum Abschluss gab es noch ein paar Hinweise zu den weiteren Schritten, damit dann auch nichts mehr großartig schief geht.

Somit haben wir gleich am Wochenanfang unsere gute Tat getan und knapp vor dem Tageswechsel den letzten Kunden glücklich gemacht. Die Rechnung welche der Kunde bald in den Händen hält wird angemessen und fair sein und so sind alle glücklich.

Gemessen an unserer Kundenverteilung sind wir in der Region schon einmal vertreten gewesen, aber wie heißt es so schön: Wer die Musik bestellt, der bezahlt sie auch. Anders ausgedrückt: Leider hat Bremen ein Nachtflugverbot, aber ich könnte mal wieder auf London. Sollte sich jemand berufen fühlen, wir sind da flexibel.

Schnell gut und günstig

20.08.2010

Entliehen bei den Kollegen aus der Hölle:

Aber knapper kann man die Wahrheit nicht ausdrücken.

Kollege: „Kannst du das schnell, gut und günstig umsetzen?“
Ich: „Nein, es gibt nur drei Möglichkeiten: Gut und billig – geht nicht schnell. Gut und schnell – gibt es nicht billig. Schnell und billig – wird nicht gut. Such dir eine aus.“

Geht nicht gibt es nicht, oder wie es doch nicht sein kann.

19.08.2010

Gestern war wieder so ein Tag….

Aus diesem Anlass werde ich heute ein Fernsehprogramm empfehlen, was mir ansonsten fremd ist. Zumindest hat der geneigte Leser noch einmal die Möglichkeit sich eine Folge aus dem Hause RTL anzusehen. Gemeint ist dieses.

Uns ist es eigentlich egal was für ein Schaden vorliegt, oder wem das Gerät gehört. Häufig ist es jedoch hilfreich uns die ganze Geschichte zu erzählen, denn dieses erspart oft eine Menge Arbeit und somit Geld.

1. Ein Klassiker, welcher gestern gleich mehrfach erschien, und ich dachte schon langsam wäre das ausgerottet: “Ich habe da einen Versicherungsschaden und brauche mal ne Bescheinigung, dass das Gerät kaputt ist”. Dieses im Übrigen völlig ohne Gerät. Das geht a) gar nicht und ist b) strafbar.

2. Die Taste von dem Notebook ist einfach abgefallen. Die Taste von dem Notebook war top in Ordnung, nur der darunter liegende Scherenmachanismus war in zwei Stellen so gebrochen, wie ich es noch nicht gesehen habe. Von den fehlende herausgebrochenen Teilen ganz zu schweigen.

3. Die allseits beliebten “Überspannungsschäden”

4. Der besondere Überspannungsschaden: Dieser besteht aus einem PC in Einzelteilen, alle mit einer Staubschicht säuberlich belegt. Dieser funktionierte natürlich bis vorgestern noch. Besonderheit hier: AGP-Mainboard und PCI-Express Grafikkarte

5. Auch mal wieder ein Klassiker: Jemand ist gestolpert und das Notebook fiel vom Tisch und war kaputt.

Plausibel sollte es schon sein.

zu 1. Das geht wirklich nicht, haben wir noch nie gemacht und werden wir nie machen.

zu 2. Auch dieses passiert nicht von alleine, wir sind jedoch gerne behilflich das Gerät wieder zusammen zu flicken. Eine neue Tastatur würde einen besseren Dienst tun.

zu 3. Hier empfehlen wir hier,  hier, hier und hier zu lesen.

zu 4. Bei diesem besonders komplexen Fall warten wir noch auf Antwort und Copperfield und Kollegen. Uns ist zur Zeit weder klar noch plausibel, wir eine derart dichte Staubschicht bei Ausbau oder Nutzung nicht beschädigt werden konnte und eine PCI-Express Grafikkarte im AGP-Steckplatz funktionieren konnte. It’s magic.

zu 5. Ja, durchaus plausibel und passiert relativ häufig. Wenn jedoch das Gerät in der Mitte so durchgebogen ist, dass ein Schraubendreher darunter passt, dass Display von der Mitte aus gerissen ist, dann fehlt wohl noch ein Puzzlestück im Vortrag. Vorschlag: Bei ausgiebiger Betrachtung und Diskussion der gemachten Bilder klingelte es an der Tür. Dieses Geräusch führte zu plötzlichem Erschrecken, welches zur Folge hatte, dass man sich ruckartige drehte. Aus dieser Drehung heraus stieß man gegen das Notebook, welches vom Tisch rutsche. Geistesgegenwärtig gelang es noch das Gerät aufzufangen. Aufgrund der eingesetzten Energie klappte das Notebook zu und in dem Versuch das Gerät festzuhalten verlor man das Gleichgewicht. Bei einem Ausfallschritt stolperte man über den am Boden liegenden Anwesenden “X”, welcher vor Schreck die Beine anzog. Diese Verkettung unglücklicher Umstände führte nunmehr dazu, dass man selber stürzte und mit samt dem Notebook auf einem Knie des Anwesenden “X” landete. Dadurch brach sowohl das Display und verzog sowohl das Chassis. Vergleiche Kinetische Energie.

Das wäre zwar unglaubwürdig, jedoch auch plausibel. Denn hier gelte wieder: in dubio pro reo.

Alltag eines Servicetechnikers: Notebook Reparatur bei defektem Gerät Teil II

31.07.2010

Fortsetzung der Notebookreparatur.


Nun schauen wir uns mal das Notebook weiter an.

Hier sieht man unter der Taste “P”, dass das Silikonhütchen völlig unbeschädigt ist.  Nun hat Silikon die Eigenschaft thermisch relativ resistent zu sein. Aber bemerkenswert ist hier neben der Bauteilen aus Silikon auch die Tastenaufnahme mit dem Scherenmechanismus. Auch diese ist völlig unversehrt und nicht mit Hitze in Berührung gekommen.

Das ist merkwürdig. Selbst die schwarze Isolierfolie, welche die Tasten und deren Mechanismus von der darunter liegenden Leiterbahn trennt, ist weder zusammengezogen noch beschädigt. Wer nun Langeweile hat und eine Tastatur zuviel, der mag einmal eine Taste und ihre Bestandteile auf eine Herdplatte legen und diese erwärmen. Ich bin gespannt auf das Ergebnis.

Um es vorweg zu nehmen: Es wird bestialisch stinken und: Folie und Tasten werden sich in etwa zur gleichen Zeit beginnen zu verformen…..

Alles in allem ein nicht alltägliches Fehlerbild.

Nun lösen wir die Tastatur aus ihrer Fassung und schauen uns diese ebenfalls einmal näher an.
Das erste was überrascht, denn die Fehlerbeschreibung sagte ja aus das der Schaden über Nacht von selbst gekommen ist und somit nur vom Notebook stammen kann, ist dass das Datenkabel der Tastatur ebenfalls völlig unversehrt ist. Gemäß der Aussage müsste dieses jedoch näher an der thermischen Quelle gelegen haben, als die Tasten.

Nun, wo wir die Tastatur entfernt haben, schadet es natürlich auch nicht, sich den darunter liegenden Bereich anzusehen. Auch hier findet sich so manches, was man nicht unbedingt unterhalb einer Notebooktastatur erwartet. Hier fallen zunächst die Reste von Flüssigkeiten oder Kondensat ins Auge. Da laut Bekunden in das Gerät nichts hereingelaufen ist, ist dieses sehr merkwürdig…….

Auch im unteren Bereich der Tastaturauflage ergibt sich ein ähnliches Bild. Die Platine, die Kabelzuführungen und die Isolierfolie sind völlig unbeschädigt. Rechts davon sind ebenfalls Rückstände einer “öligen” Flüssigkeit zu sehen. Nein, es sind keine Fingerabdrücke.

Augenscheinlich hat hier keine thermische Einwirkung stattgefunden. Zumindest sind die Bleche bis auf einen ganz kleinen Teil oberhalb des DVD-Laufwerkes unversehrt. Und eben alle anderen leichter schmelzbaren und thermisch leicht verformbaren Objekte unbeschädigt. Sollte es sich hier um einen Fall von Pyrokinese handeln? Oder gar Cäsium mit Wasser in Berührung gekommen sein? Fragen über Fragen….

Nun ich glaube zumindest Cäsium können wir als Auslöser aus verschiedenen Gründen verneinen.

Nun möchten wir euch auch die Rückseite der Tastatur nicht vorenthalten. Diese zeigen noch deutlicher das Bild der Flüssigkeiten.

Zu dieser Flüssigkeit und Ablagerungen kommt dann im linken unteren Bereich der Tastatur noch eine weitere Flüssigkeit. Diese ist unterhalb des Pins, rechts als Tropfen und links schon verlaufen, zu erkennen. Ebenfalls gut zu erkennen ist unterhalb des ersten Tropfens die Verkrustung am Rand der Tastatur. Einen Zentimeter weiter rechts befindet sich der Überrest von kondensierter Flüssigkeit.

So bleibt uns für heute nur ein Zwischenfazit:

Wir haben ein Notebook mit augenscheinlich pyrokinetischen Fähigkeiten seiner Tastatur.
Wir haben Flüssigkeit und Kondensat in einem Gerät welches nie einer Flüssigkeitszufuhr ausgesetzt war.
Und zum Schluss haben wir einen Duft aus diesem Gerät. Dieser Duft befindet sich nur im rechten Bereich unterhalb der Tastatur. Leider ist es uns noch nicht gelungen, diesen näher einzugrenzen oder zu erkennen. Fest steht jedenfalls, dass dieser Geruch in die Richtung mild oder lieblich geht. Aber was es ist oder war ist zum jetzigen Zeitpunkt noch ungeklärt.

Es bleibt also ein Gerät welches selbstauslössend Feuer und Flamme ist und dabei noch gut duftet…..

Alltag eines Servicetechnikers: Notebook Reparatur bei defektem Gerät

29.07.2010

Bei steigenden Absatzzahlen im Notebooksegment steigen der Logik folgend auch die Anzahl der Reparaturen. Dieses ist gut für uns. Da wir schon frühzeitig mit Reparaturen von Notebooks oder Laptops begonnen haben, bekommen wir auch nahezu jedes Gerät wieder in Stand gesetzt.

Dieser Fall ist nun aber ein bischen anders.
Wir erhielten ein Asus Notebook K50IN zur Reparatur. Für alle die sich das Gerät nicht vorstellen können, hier ein Bild. Ein schönes Dual-Core Notebook mit NVidia G102M Grafikkarte.

Unsere Annahme von PCs oder Notebooks erfolgt nach einem immer gleichen Schema. Unter anderem wird abgefragt was zuletzt am Gerät gemacht wurde, womit man beschäftigt war, ob Flüssigkeiten irgendwo Kontakt hatte, ob viel Staub in der Umgebung ist, etc.pp. Wir versuchen bei der Annahme möglichst viel Informationen über die Nutzung des Notebooks zu erhalten. Damit fällt es unserer Servicetechnik dann viel leichter eine fundierte Diagnose zu stellen, bzw. den angegebenen Fehler zu reproduzieren.

Die Fehlerbeschreibung, welche wir erhielten, lautete:
Nach dem Spielen wurde das Notebook heruntergefahren.Bei ausgeschaltetem Bildschirm wurde das Gerät dann in die Notebooktasche gelegt. Am nächsten Morgen wurde das Gerät wieder aus der Tasche genommen und
festgestellt, dass das Notebook nicht mehr startet.

Das Notebook ist ja nun nicht unbedingt ein Altes. Fehler können können in allen elektronischen Bauteilen auftreten, bei einem recht aktuellen Gerät ist dieses dann aber schon ärgerlich.

Was wir dann fanden war nicht mehr alltäglich:

Ok, dieses Bild des Notebooks ist noch recht normal. Weiter zu Bild zwei.

Neben Notebooks und PCs verkaufen und reparieren wir ja auch Zubehör. Daher ist uns der Begriff einer ergonomisch geformten Tastatur nicht fremd, aber diese sieht doch leicht anders aus.

Unter Anwendung thermischer Energie wurden hier die Tasten verformt. Dieses betrifft nicht nur die hier sichtbaren Tasten, sondern alle mit Ausnahme des separaten Ziffernblockes.
Basierend auf der erhaltenen Fehlerbeschreibung muss hier reinste Magie am Werk gewesen sein. Hier halte ich einfach mal zu Grunde, dass in einem Notebook nur an begrenzten Stellen deutliche thermische Aktivitäten stattfinden. Diese Stellen sind zumeist mit einem ausreichend großen Kühlkörper versehen. Dieser ist im Regelfall mit einem Lüfter gekoppelt, welcher die Wärme abtransportiert.

Aber wir werden sehen. Noch ist unsere Diagnose nicht abgeschlossen und in der Fortsetzung werdet ihr erfahren, was uns im Inneren des Notebooks erwartet.

Kundenbeschwerde über zuviel Service bei PC-SPEZIALIST Delmenhorst

23.07.2010

Alltag eines Servicetechnikers. So sollte die Überschrift eigentlich zuerst lauten. Diese erschien beim zweiten Betrachen jedoch als nicht ganz passend.

Was war geschehen?

Ein Kunde erwarb vor gar nicht langer Zeit einen Zwei-Kern Prozessor. Kurz darauf vermeinte er, dass sein Computer nicht mehr stabil liefe.  Nachdem das Orakel in Form des Bekannten- Freundes- und Nachbarkreises befragt wurde, gab es nur eine Lösung: Im Internet das billigste Netzteil zu erwerben, welches man habhaft werden konnte.

Nur leider, leider, leider ergab sich nach dem Umbau der neu erworbenen Komponente, dass der Computer weder stabil noch instabil funktioniert. Dieser tat nach dem Umbau keinen Mucks mehr.

Dieses war die Vorgeschichte.

Nun fragte der Kunde bei uns nach ob wir in der Lage wären im zu helfen. Als PC-SPEZIALST ist man wohl in der Lage einem solchen Fehler auf die Spur zu kommen. Gesagt, getan und wir hatten die fehlerhaften Komponenten bei uns in der Service Annahme. Genau genommen waren es Netzteil, CPU, Mainboard und Arbeitsspeicher. Gegenstand des dort zustande gekommenen Auftrages war die Überprüfung des Mainboards.

Nach kurzer Vorführung stellte sich raus, dass der Fehler wie vom Kunden beschrieben war, gleichwohl schien das hochqualitative & hochpotente Netzteil zumindest die richtigen Spannungswerte zu liefern. Interessanterweise zeigte sich in unserer Servicewerkstatt hier und da zumindest noch ein Zucken.

Stunden später stand dann entgültig fest, dass das Mainboard defekt und irreparabel beschädigt ist, letzendlich hervorgerufen durch unsachgemäßte Behandlung in der Vergangenheit. Soweit, so gut. Mit dem Kunden wurde ein Termin zur Abholung vereinbart und die Diagnose mitgeteilt.

Weiterhin wurde ihm mitgeteilt, das sein Prozessor und sein, ebenfalls erst kürzlich erworbener, Arbeitsspeicher korrekt und einwandfrei funktionieren.

Es mag der Hitze des Tages geschuldet sein, jedodch habe ich noch keinen Kunden erlebt, welcher sich dermaßen echauffiert hat, dass wir zusätzlich diese beiden Komponenten ebenfalls überprüft haben. Wohlgemerkt, diese Überprüfung fand als Kulanz oder geschenkte Dienstleistung statt. Ebenfalls wurde der Aufwand dieser Prüfung in keinster Weise dem Kunden berechnet!

Der Kunde beschwerte sich nun, dass wir den erteilten Auftrag übererfüllt hätten und dass dieses nicht sein könne. Dieses stieß, man möge es mir verzeihen, natürlich bei uns auf Unverständnis, denn das Ziel war ja dem Kunden Sicherheit zu geben. Wem hilft es wenn eine weitere Komponente defekt ist und ein neues Teil eingebaut wird, und der Kunde Stunden, Nächte, Wochenenden versucht ein nicht lauffähiges System zum laufen zu bekommen.

Sicherlich ist jeder Kunde im Recht sich zu beschweren, wenn ein Auftrag nicht korrekt durchgeführt wurde, oder er eben dieser Meinung ist. Ich bitte darum dieses auch zu tun. Aber in meiner langjährigen Erfahrung im Computerhandel und Reparatur hat sich bis zu diesem Tage noch niemand darüber beklagt, dass wir zuviel Arbeit verrichtet haben. Dieses auch noch ohne gesonderte Berechnung.

Rückblick auf die drastische Zunahme von Spyware

20.07.2010

Am vergangenen Montag, den 12.07.2010 berichteten wir über die drastische Zunahme von Spyware.

Was als Aufklärung, oder besser Information gedacht war, hat sich im Laufe der letzten Woche deutlich bestätigt.

Stellen wir uns einmal vor, dass es regnet oder regnen könnte. Was tut man nun? Genau man nimmt einen Regenschirm um sich zu schützen und ein Eindringen von Flüssigkeit und Feuchtigkeit zu vermeiden.

Das ist gut. Weniger gut ist es hingegen den gleichen Schutz für seine Computer zu verwenden. Ein Schirm schützt wohlweise vor Regen oder Sonne, jedoch kaum vor Spyware, Malware und Konsorten.

Hier das Fazit der letzten Woche:

Fakt 1:
37 Werkstattaufträge mit Wurm, Spyware, Malware, oder sonstiger von Schadsoftware betroffener Systeme.

Fakt 2:
Ausnahmslos alle Betreiber der betroffenen Geräte vertrauten auf einen Regenschirm, in Form von Antivir, zum Schutz ihrer Geräte.

Nun zu behaupten, dass Antivir nutzlos sei, werde ich öffentlich nicht tun, jedoch sprechen die Fakten für sich. Weiterhin interessant ist, dass 35 der 37 Geräte über aktuelle Patche und Sicherheitsupdates verfügten. Bekanntermaßen sind wir Verfechter der Security Software von Kasperksy. Neben der Tatsache, dass uns Kaspersky schon über Jahre zuverlässig selbst schützt, kam eben auch in der letzten Wochen noch ein weiterer Punkt hinzu: Herr, nennen wir ihn mal, “IchTrauNichtsWasKostenlosIst” brachte das Notebook seiner Tochter. Dieses war ebenfalls gegen Regen und Sonnenstrahlen geschützt und vermeldete brav: “Alles in bester Ordnung”. Nur der Computer von Herrn “IchTrauNichtsWasKostenlosIst” läutete jedesmal Sturm, wenn er auf das Notebook seiner Tochter zugriff.

Dieses sollte Beispiel genug sein.

Nun haben wir häufiger mal die Situation, dass wenn wir sagen, dass sich doch besser eine vernünftige Schutzsoftware angeschafft werden solle, dass das Argument fällt: “Das kostet aber Geld”.
Von der Tatsache einmal abgesehen, dass diese nunmal die Grundlage aller gewerblichen Tätigkeiten ist und davon einmal abgesehen, dass kleine und große Programmierer auch eine Familie zu ernähren haben, machen wir jetzt einmal eine kleine Rechnung.

Gesamtaufwand über alle Betroffenen für die Reinigung, Entfernung der Schadsoftware und Wiederherrstellung Ihres Systems, inkl. Reinigung diverser verseuchter Backups:

2770 Euro

Dem gegenüber gestellt der Aufwand für eine einzelne Kaspersky Lizenz pro Computer, bei Mehrfachlizenzen wird es ja noch deutlich günstiger:

1475 Euro

Da frage ich mich jetzt doch ernsthaft: Was hat denn jetzt Geld gekostet? Die Nutzung von “kostenloser” Software, oder sinnvoll “etwas” Geld zu investieren und in Ruhe seiner Arbeit nachgehen zu können? Denn auch dieser Punkt des Geräteausfalls wird häufig vergessen. Es kommt der Punkt, an dem der Ausfall richtig Geld kosten kann. An dieser Stelle noch einen Gruß an den Mann mit der Meisterprüfung. Hier war es grade noch rechtzeitig.

So ergibt sich maximal 1475 Euro ausgegeben und mindestens 1295 Euro gespart. Mehr geht nun wirklich nicht. Und dass sollte jedem sein eigener Schutz wert sein.

Kaspersky: Der Schutz, der zu gut schützt

25.06.2010

Kunden mit Sicherheitsbewusstsein liebe ich. Ein grundsätzliches Verständnis für Computer und deren Sicherheit schadet mit Sicherheit nie.

Die folgende E-Mail war dann aber schon etwas verwirrend:

… heute morgen erschien wieder Kaspersky mit der Fehlermeldung ” Malware wurde nicht gefunden”.

Ich bitte um Rückruf! Vielen Dank!

Nachdem dem Kunden erklärt wurde, dass dieses eine positive, gute Rückmeldung des Systems ist, war alles wieder gut. Nicht jede Informationsmeldung ist auch eine Fehlermeldung. :-)

Will it work? – Of course it won’t

17.06.2010

So oder so ähnlich lautet die Überschrift des Artikels von Techbuket.net.

Unter will it work findet man die Antwort darüber was sich nicht alles adaptieren lässt.

Solche Konstruktionen sind allerdings gar nicht mal so seltenm, wie man meinen könnte. Solches und ähnliches passiert ambitionierten Schraubern durchaus häufiger.

Und nein, es funktioniert tatsächlich nicht, trotzdem die Adapter aneinander passen. Nicht alles was sich adaptieren lässt funktioniert danach auch.



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