Laut G Data ist der Spyware Anteil am gesamten Malware Aufkommen in den letzten 6 Monaten um 50% angestiegen.
Die Sache an sich ist lukerativ, denn inzwischen steckt ein ausgeklügeltes System hinter der Spionagesoftware. Bei uns im Store haben wir leider immer wieder Kunden, welche der Meinung sind, “Ich mache kein Onlinebanking und zahle nicht mit Kreditkarte, also bin ich sicher”. Diese Meinung ist ebenso falsch wie fahrlässig.
Betrachten wir einmal wie das System funktioniert.
Zunächst wird mit Hilfe der Spyware, im Regelfall ein Trojaner das gewünschte Objekt ausspioniert. Dieses sind nicht nur Kreditkartendaten, oder wie häufig angenommen Daten zum Onlinebanking. Vielmehr besteht auch ein Interesse an Zugangsdaten von Onlinespielen z.B. von Steam, E-mail Accounts, Messenger Daten wie ICQ, Lizenzschlüssel hochwertiger Software oder Zugangsdaten von DHL-Packstationen.
Wurden hier interessante Daten gefunden, geht es mit Schritt zwei weiter. Die gefundenen Daten werden im Hintergrund, von vielen Nutzern unbemerkt, zu den Kriminellen übertragen, welche diese dann zu Geld machen.
Hier setzt dann quasi ein “normaler” Handel ein. Die Daten werden einfach weiterverkauft. Nun kommt der Dritte im Bunde ins Spiel. Dieser richtet dann mit den gestohlenen Daten den eigentlichen Schaden an. Hat dieser die Kreditkartendaten von Person “A”, so kauft er in diversen Onlineshops solange ein, bis das Limit erschöpft ist. Mit Hilfe des E-Mail Accounts von Person “B” hat er die Ablaufverfolgung in seiner Hand und niemand bemerkt etwas. Damit er die Ware dann auch erhält nutzt er nun die Daten der DHL-Packstation. Nachdem alle Ware abgeholt wurde, wird diese wiederrum in Verkehr gebracht, sprich verkauft und der letztendliche Erlös erzielt. Dieser auf den ersten Blick kompliziert erscheinende Weg ist inzwischen zu einem Milliardenmarkt expandiert.
Weiterhin hat G Data festgestellt, dass Windows Nutzer über alle Maßen gefährdert sind. Nämlich mit 99,4% aller Angriffe. Nur 0,2% entfallen auf andere Betriebssystem. Der Rest sind Angriffe direkt über Webseiten.
Was kann man also tun?
Zunächst einmal ist es absolut wichtig, alle Sicherheitsupdate für sein Betriebssystem einzuspielen. Nahezu alle erfolgreichen großen Angriffe der Vergangenheit setzten schlampige Vorarbeit der Verantwortlichen vorraus. Dann sollte man unbedingt eine aktuelle Schutzsoftware wie z.B. G Data oder Kaspersky installiert haben. Auch hier sind aktuelle Updates immer zu machen. Und zu guter Letzt sollte man seinen Umgang mit seinen Passwörtern prüfen und diese regelmäßig ändern. Es lässt ja schließlich auch niemand seinen Haustürschlüsssel mit Schließfachschlüssel und Adresse mitten auf der Straße liegen.
Durchschnittlicher Wert der gestohlenen Daten laut G Data:

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Tags: Antivirus, Computer, Desinfektion, Feuerwehr, G Data, Hilfe, Internet Security, Kaspersky, malware, Schutz, Spyware, Trojaner, update



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