Wie Microsoft als Betriebsystem weit verbreitet ist, so gehört Google schon längst als Standard bei den Suchmaschienen. Aber auch Google hat sein Angebot erweitert mit Anwendungen wie mit Google Earth, Toolbar, Ebooks, Bilder…. Google Earth erfreut sich relativ hoher Beliebheit, was eine Forschergruppe aus Bonn dazu veranlasst hat, mal ein Pendant dazu auf Open Source-Basis zu entwickeln.
Herausgekommen ist eine Software namens Open Street Map 3D, die es seit einigen Jahren schon gibt und ständig weiterentwickelt wird. Nun haben sich die Bonner die freien OSM -Daten als Basis genommen und die Höhendaten der Shuttle Radar Topography Mission verbunden, so daß man jetzt eine auf Java-basierende Anwendung starten kann, mit der man durch die Landschaften fliegen kann.
Auch hier hat man verschiedene Möglichkeiten, die man auswählen kann: Karten-, Vogel- oder Flugmodus. Die Steuerung erfolgt über die Maus: linke Maustaste: vor/rückwärts; rechte Maustaste: oben/unten; für den Rundumblick hält man beide Tasten gedrückt. Etwas ungewohnt, aber die Bedienung wir auch per Pop-up nochmals erläutert.
Falls man dennoch mal die “Orientierung” verlieren sollte , fragt man sein Navi oder geht nach Obi. Nein, Spaß beseite. In der Oberfläche befindet eine verkleinerte Übersichtskarte und wenn der User das möchte kann er sich direkt an eine Adresse “beamen” lassen, wobei er hier noch aussuchen kann, was er alles angezeigt bekommen möchte; sei es jetzt Stadtteile, Straßennamen oder Regionsbeschriftungen.
Weiter können auch interessante Punkte (POI= Points of Interest) angezeigt werden , das geht über Geldautomaten, Postfilialen, Kirchen, Theater bis hin zu Touristeninformationen. Ein weiteres Feature ist hinter der Bezeichnung “Beleuchtung” versteckt, wo man sich den jeweiligen Ausschnitt für jede Jahres- und Uhrzeit die Lichtverhältnisse anschauen kann.
Diese ganzen Features haben auch einen kleinen Haken: man benötigt ein relatives “starkes” System, um mit dieser Anwendung ruckelfrei arbeiten zu können. Empfohlen sind mindestens 1,5 GB Ram, die Programmierer empfehlen 2GB und eine schnelle Internetanbindung(empfohlen DSL 4000 oder höher), da ansonsten die Darstellung etwas leidet. Liegt aber daran, das das Java-Programm direkt auf dem PC gerendert wird. So hat man zwar mehr Alternativen zum Handeln, aber die Rechenleistung wird entsprechend gefordert.
Download findet ihr hier: http://www.osm-3d.org/