Strom braucht jeder PC. Doch in Zeiten immer höherer Nebenkosten muss jeder Nutzer für sich entscheiden: Mehr Leistung oder weniger Verbrauch?
Nun die Preisfrage: „Was genau macht ein PC-Netzteil und worauf muss ich beim Neukauf achten?”
Das Wichtigste zuerst:
Die Wattangabe kann man erst mal vergessen, bzw. nach hinten schieben. Schaut euch an, wie viele Anschlüsse vorhanden sind und ob es eine Effizienzangabe von 80+ gibt. Es sollte auf jeden Fall von einer bekannten Marke stammen. Weiterhin sollte die Anwendung passen. D.h., es sollte logischerweise nicht zu klein, aber auch nicht zu groß sein. Die optimale Auslastung liegt zwischen 20% und 80%.
In Prinzip macht ein Netzteil nichts anderes, als den Strom aus der Steckdose für die PC-Innereien umzuwandeln. Mit dem Wechselstrom aus der Steckdose kann die Computer-Hardware nicht viel anfangen, denn die braucht nun mal Gleichstrom. Aus diesem Grund wird das Netzteil auch als Schaltnetzteil bezeichnet wird. Nebenbei verteilt es den Strom auch auf verschiedene Kabel. Diese werden in Spannungen zu zwölf, fünf und 3,3 Volt aufgeteilt: Eine gelbe Leitung steht für zwölf Volt, eine rote für fünf Volt, eine orangefarbene für 3,3 Volt. Am wichtigsten für die Stromversorgung eines modernen Rechners sind die zwölf-Volt.
Vor dem Kauf eines Netzteils lohnt sich der Blick ins Kleingedruckte. Dort sollte von einer “aktiven PFC” die Rede sein. Eine veraltete Passiv-PFC hat gleich mehrere Nachteile:
Das Gewicht ist höher, da eine windungsreiche Spule zum Einsatz kommt.
Die Leistungsausbeute ist erheblich niedriger und der “Elektrosmog” dafür umso ausgeprägter. Bei einer aktiven, elektronisch geregelten PFC wird der eingehende Strom aus der Steckdose bis zu 99 Prozent umgesetzt, = spart Strom und Geld.
Dieses ist jedoch nicht mit dem Wirkungsgrad der Effizienz zu verwechseln. Hier spielen unter anderem noch die Verlustleistung durch Wärme eine Rolle. Gute Netzteile erreichen eine Effizienz von nahezu 90%.
Bei billigen Netzteilen ist die Gefahr von Folgeschäden, z.B. bei Blitzeinschlag ungleich höher, als bei hochwertigen. Die hochwertigen verfügen noch zusätzlich über interne Schutzmechanismen, die es gestatten, das das Netzteil sich sehr schnell abschaltet und so die Komponenten schützt.
Bis vor einiger Zeit war der Hauptverbraucher eines PCs  der Prozessor, mittlerweile ist es meist die Grafikkarte, wenn der PC auch zum Spielen genutzt wird. Heutige schnelle Grafikkarten nehmen gerne 200 Watt und mehr,  der Prozessor bleibt fast immer unter hundert Watt.
Zu kaufen gibt es Netzteile in Lautstärken von unhörbar bis zum Presslufthammer. Die Lautstärke eines Netzteils sagt, für sich alleine betrachtet, erst mal wenig über die Qualität aus. Allerdings ist es so, das Hersteller hochwertiger Netzteile, häufig auch bemüht sind die Lautstärke für den Nutzer angenehm zu gestalten.
Bei passiven Netzteilen kommen sehr oft spezifisch, sehr hochwertige Komponenten zum Einsatz, auch ist die Effizienz meist überdurchschnittlich hoch. All dies hat natürlich seinen Preis.
Nahezu alle heutigen Netzteile haben nur noch einen, dafür aber großen Lüfter. 80 Millimeter Lüfter kommen kaum noch zum Einsatz. Heutzutage wird meist ein 120 bis 140 Millimeter Lüfter verbaut. Optimal ist es, wenn dieser zusätzlich noch temperaturgesteuert ist.
Ein noch relativ neuer Marketing-Gag ist das Kabelmanagement. Allerdings hat dieses dann doch verschiedene Vorteile. So können die Kabel die im PC nicht benötigt werden, abgetrennt werden. Dieses spart zum einen Platz und verbessert zum anderen den Luftstrom und die Kühlung des PCs.